Maintal, 09.01.2026

Smart Homes sind im Trend. Viele Menschen möchten ihre Wohnung oder ihr Haus mit moderner Technik ausstatten – von intelligenten Lampen über Sicherheitskameras bis hin zu vernetzten Heizungen. Die Idee klingt verlockend: einfach selbst installieren, Geld sparen und sofort loslegen. Doch die Realität sieht oft anders aus. DIY-Smart-Home-Projekte scheitern erstaunlich häufig.

1. Fehlende Planung

Viele starten direkt mit dem Kauf einzelner Geräte, ohne ein Gesamtkonzept zu haben. Das führt dazu, dass Systeme nicht miteinander kompatibel sind. Unterschiedliche Hersteller nutzen verschiedene Standards (z. B. Zigbee, Z-Wave, WLAN), was später zu Problemen bei der Integration führt.

2. Technische Hürden

Ein Smart Home ist mehr als nur „Geräte anschließen“. Themen wie Netzwerksicherheit, stabile WLAN-Abdeckung oder die Einrichtung von VPN/DynDNS sind für Laien oft komplex. Ohne IT-Kenntnisse entstehen Sicherheitslücken oder instabile Systeme.

3. Zeitaufwand wird unterschätzt

Viele unterschätzen, wie lange die Einrichtung dauert. Firmware-Updates, App-Installationen, Konfiguration von Automationen – all das kostet Zeit. Wer glaubt, ein Smart Home sei „schnell gemacht“, wird oft enttäuscht.

4. Fehlende Sicherheit

DIY-Projekte vernachlässigen häufig die IT-Sicherheit. Standard-Passwörter bleiben aktiv, Ports werden ungeschützt geöffnet, und Daten laufen über unsichere Cloud-Dienste. Das macht das Smart Home anfällig für Hackerangriffe.

5. Fehlende Fachkenntnis

Ein Smart Home umfasst Elektrik, IT und oft auch bauliche Anpassungen. Ohne Fachwissen kann es zu Fehlinstallationen kommen – im schlimmsten Fall sogar zu Gefahren wie Kurzschlüssen oder unzuverlässigen Alarmanlagen.

6. Hohe Folgekosten

Was zunächst günstig wirkt, wird später teuer. Nachrüstungen, zusätzliche Gateways oder der Austausch inkompatibler Geräte treiben die Kosten in die Höhe.

  • Beispiel 1: Ein einzelnes Smart-Home-Gateway kostet oft zwischen 150–300 €. Wenn später festgestellt wird, dass das erste System nicht kompatibel ist, muss ein neues Gerät angeschafft werden.
  • Beispiel 2: Austausch von inkompatiblen Kameras oder Sensoren kann schnell 500–1.000 € zusätzlich kosten.
  • Beispiel 3: Professionelle Nachinstallation durch einen Fachbetrieb liegt häufig bei 80–120 € pro Stunde, sodass bei komplexeren Projekten schnell 1.000–2.000 €, teilweise auch mehr zusammenkommen.
  • Beispiel 4: Fehlkäufe von Geräten, die nicht ins Gesamtsystem passen, summieren sich leicht auf 200–500 €.

In Summe können die Folgekosten eines DIY-Smart-Homes also schnell im Bereich von 1.500 bis 3.000 € und darüber liegen – zusätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten

Fazit

Do-it-yourself Smart Home Projekte scheitern häufig an fehlender Planung, mangelnder IT-Sicherheit und unterschätztem Aufwand. Wer ein zuverlässiges und sicheres Smart Home möchte, sollte zumindest die Grundinstallation von Fachleuten durchführen lassen. So bleibt die Technik nicht nur komfortabel, sondern auch sicher und zukunftsfähig.

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